Rainer Deppe

CDU-Landtagsabgeordneter für den Rheinisch-Bergischen Kreis

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Deutscher Landschaftspflegepreis für Schlingnatterprojekt in Wuppertal

10.07.2014

Kategorie: Pressemitteilungen

"Stromtrassen als neue grüne Bänder für die Biotopvernetzung nutzen"

Vor 20 Jahren war die Schlingnatter an den Hängen der Wupper nahezu verschwunden. Heute ist ihre Population unter einem Teilabschnitt der Stromtrasse von Hattingen nach Wuppertal wieder gesichert und über Biotopvernetzungsmaßnahmen auch in benachbarten Gebieten wieder zu Hause.

Dieser Erfolg gezielter Naturschutzarbeit wurde jetzt vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) mit dem 1. Preis beim bundesweit ausgeschriebenen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Aus den Händen des DVL-Bundesvorsitzenden Josef Göppel MdB (Ansbach) und des Baden-Württembergischen Ministers für Ländliche Räume Alexander Bonde erhielten die Repräsentanten dieses außergewöhnlichen Projektes die Ehrenurkunde. Karin Riccono (Umweltbeauftragte der Stadt Wuppertal), Frank Meyer (Technischer Beigeordneter der Stadt Wuppertal), Claudia Jährling und Jörg Weber (Netzbetreiber Amprion) sowie Dr. Jan Boomers (Biologische Station Mittlere Wupper) nahmen den Preis auf dem derzeit in Schwäbisch Hall stattfindenden Deutschen Landschaftspflegetag entgegen.

In seiner Laudatio hatte DVL-Vorstandsmitglied Rainer Deppe MdL (Overath) zuvor die Projektmaßnahmen auf dem 16 ha großen Gebiet wie Freilegung der Steilhänge, regelmäßiges Mähen des Adlerfarns, Anlage einer Heidelandschaft dargestellt. Diese sei repräsentativ für eine Gemeinschaft von Lebewesen, die strukturreiche, trockenwarme Biotopkomplexe bevorzugen. So sei es kein Wunder, dass positive Auswirkungen auch auf Vögel und Insekten, beispielsweise bei Heuschrecken festzustellen sind.

Laut Deppe sind drei Dinge in Verbindung mit diesem Schlingnatterprojekt exemplarisch festzuhalten:

  1. Landschaftserhaltung und Landschaftspflege ist nicht nur ein Thema entlegener ländlicher Räume oder in Urlaubsgebieten, sondern auch für Großstädte.
  2. Wertvolle und artenreiche Kulturlandschaften entstehen nicht von alleine, sondern müssen entwickelt und dann dauerhaft gepflegt werden.
  3. Freileitungstrassen bieten die Chance für einen weiträumigen Biotopverbund. Gerade wenn wir in der nächsten Dekade in Deutschland ca. 2.000 km, manche sprechen sogar von 4.000 km, neue Strom-(Fern-)Leitungen errichten wollen, sollten wir dieses Netz dazu nutzen, neue grüne Bänder durch unser Land zu legen und diese ganz gezielt zu entwickeln.

Weitere Preisträger sind in diesem Jahr: Gewässerrenaturierung im Ostalb-Kreis (2. Preis), Kurt Stöcklin und Hanspeter Hoernstein vom Landschaftserhaltungsverband Emmendingen (1. Preis für engagierte Personen), Alexander Tauscher von Landschaftspflegeverband Westerzgebirge (2. Preis für engagierte Personen).

Hintergrundinformation:
Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) ist der bundesweite Dachverband von 157 Landschaftspflegeorganisationen. Markenzeichen des DVL und seiner Mitglieder (z. B. Landschaftspflegeverbände und Biologische Stationen) ist der gleichberechtigte und freiwillige Zusammenschluss von Vertretern der Politik, der Landwirtschaft und des Naturschutzes. Der DVL setzt sich für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaft ein. In seinem Tun fühlt er sich vor allem denjenigen Menschen verpflichtet, die in der Landschaft Nutzung und Wertschöpfung mit dem Erhalt von Lebensräumen für Tiere und Landschaften verbinden.

v.l.n.r.: Josef Göppel MdB (DVL-Vorsitzender), Frank Meyer (technischer Beigeordneter Stadt Wuppertal), Alexander Bonde (Minister für Landwirtschaft und Ländliche Räume Baden-Württemberg), Karin Riccono (Umweltbeauftragte der Stadt Wuppertal), Rainer Deppe MdL (DVL-Vorstandsmitglied), Claudia Jährling (Netzbetreiber Amprion), Dr. Jan Boomers (Biologische Station Mittlere Wupper) und Jörg Weber (Netzbetreiber Amprion)

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