22.07.2010
Kategorie: Pressemitteilungen
Diese Kassenärztliche Vereinigung prüft derzeit die Möglichkeit, eine Zweigpraxis in Wermelskirchen zuzulassen. Zwei Kinderärzte aus benachbarten Versorgungsbereichen hätten bereits entsprechende Anträge gestellt.
Das ist der erfreuliche Teil der Antwort des Hauptgeschäftsführers der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein Bernhard Brautmeier, die ich am 21.07.2010 erhalten habe.
Am 5. Juli 2010 hatte ich die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, zuständig für die Zulassung und gleichmäßige Verteilung der Ärzte innerhalb des Landes, angeschrieben und die Sorgen der Wermelskirchener Eltern vorgetragen. Sie befürchteten lange Wartezeiten, bis sie einen Termin erhalten, und eine abnehmende Beratungsqualität, weil die Betreuungsintensität bei den verbleibenden Ärzten durch den großen Patientenandrang nachlassen werde. Abgesehen davon, dass kranke Menschen ohnehin immer schnelle ärztliche Hilfe erhalten sollten, sei gerade bei den ohnehin viel anfälligeren Kindern eine schnelle und erstklassige Versorgung durch Fachärzte unverzichtbar.
Die Unruhe war entstanden, als einer von drei niedergelassenen Kinderärzten seine Praxis zum 30.06.2010 geschlossen und nach Rösrath verlegt hatte.
Die Kassenärztliche Vereinigung teilt jetzt mit, dass sie angeregt durch mein Schreiben, die kinderärztliche Versorgung im Rheinisch-Bergischen Kreis und insbesondere in Wermelskirchen überprüft habe. Dabei seien in Wermelskirchen nun 2 Kinderärzte tätig, in der Region Nord (Wermelskirchen, Burscheid, Leichlingen) 6 und im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt 18 Kinderärzte zugelassen. Der Versorgungsgrad liege bei 96 % in Wermelskirchen, 105 % im Nordkreis und 112 % im gesamten Kreisgebiet. Bei den bisherigen drei Praxen hätten "die Fallzahlen regelmäßig unter dem Durchschnitt der Fallgruppe" gelegen.
Die KV geht davon aus, dass in den verbleibenden Praxen zusätzliche Patienten versorgt werden können. Wenn demnächst noch eine Zweipraxis hinzukäme, werde die Situation für Wermelskirchen um gutes Stück verbessert.
Ich will auch weiterhin die ärztliche Situation im Auge behalten und Hinweise aus der Bevölkerung den zuständigen Stellen vortragen. Schließlich wollen wir alle, dass eine gute ärztliche Versorgung in allen Städten und Gemeinden unseres Kreises sicher gestellt ist.
Anlagen: