Sichere Arbeitsplätze im Handwerk

Rainer Deppe MdL besucht Bäckerei Kretzer in Burscheid-Hilgen

Haben Sie Mitarbeiter für unseren Betrieb mitgebracht?“. So begrüßte Richard Kretzer Rainer Deppe, als er im Rahmen der Woche des Handwerks jetzt die Traditionsbäckerei Kretzer in Burscheid-Hilgen besuchte. Damit war von Anfang an der Tenor gesetzt. „Wer einen zukunftssicheren Job sucht, hat im Handwerk beste Aussichten“, bestätigte Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. Dabei sind die etwas mehr als 100 Mitarbeiter der Bäckerei Kretzer nicht nur in der Backstube, sondern im Verkauf und Service in mittlerweile 12 Verkaufsstellen oder in der Logistik tätig. „Wer motiviert und flexibel ist, ist bei uns bestens aufgehoben“, bekräftigt Richard Kretzer, zumal die Löhne in den letzten Jahren zum Teil kräftig gestiegen seien. Wie viele Handwerksbetriebe setzt Richard Kretzer sowohl auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses als auch auf die Qualifikation von Quereinsteigern.

Das Handwerk ist ganz nah am Kunden. Da kommt es auf individuelles, maßgeschneidertes Arbeiten an“, schlägt Marcus Otto den Bogen zu anderen Sparten wie z. B. alles, was mit Bauen und Gebäuden zu tun hat. „Die Arbeiten finden vor Ort statt; sie werden eben nicht ins Ausland verlagert. Noch einmal, die langfristige Sicherheit des Arbeitsplatzes ist ein ganz wichtiges Argument für Handwerksberufe.

Mit dieser Aktionswoche rücken wir das Handwerk ganz bewusst in den Mittelpunkt, um auf seine Bedeutung und Wichtigkeit für unsere gesamte Gesellschaft aufmerksam zu machen“, resümiert der Landtagsabgeordnete Rainer Deppe seinen Besuch.

Traditionsbetriebe, wie die Bäckerei Kretzer, sind ein Segen für uns. Eigene Rezepte, handwerkliches Können, Ausbildung des Nachwuchses und die ständige Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden: All das steckt in den leckeren Produkten“, so Deppe.

Auch wenn der einzelne Handwerksbetrieb nicht die riesigen Beschäftigtenzahlen hat wie beispielsweise Industriebetriebe, so ist das Handwerk in Nordrhein-Westfalen eine echte Größe. Rund 1,2 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fast ein Drittel aller Auszubildenden sind in mehr als 190.000 nordrhein-westfälischen Handwerksunternehmen beschäftigt. Der Jahresumsatz, der im Handwerk erzielt wird, betrug zuletzt 138 Milliarden Euro. Allein diese Zahlen belegen, dass das Handwerk eine konjunkturelle Stütze unserer Volkswirtschaft ist.

Wie sehr die Landespolitik das Handwerk im Blick hat, wird aus dem Umsetzungsbericht der Enquetekommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand erkennbar: 90 Prozent aller 171 Empfehlungen sind schon ganz oder zumindest teilweise umgesetzt worden. Das digitale Gewerbeamt wurde auf den Weg gebracht; Azubis fahren mit einem vergünstigten Ticket durch das ganze Land; jungen Meisterinnen und Meistern des Handwerks wird mit einer deutlich verbesserten Gründungsprämie der Start in die Selbstständigkeit erleichtert.

Deppe: „Für meine Kollegen und mich ist der ständige Austausch mit den Praktikern vor Ort ganz wichtig. Aus diesem Austausch entstehen wertvolle politische Initiativen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Zukunft des Handwerks zu gestalten. Für mich ist die Reduzierung der Bürokratie von entscheidender Bedeutung. Ein Handwerksbetrieb soll sich um sein Handwerk kümmern und nicht um das Ausfüllen von Formularen.

Zurück